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Coaching für Frauen
Ein Bereich des Gesprächs

Atem & Achtsamkeit

Wenn kleine Dinge ganz groß werden.

Friederike Anita Himmer steht im Morgenlicht auf einem Balkon und zeigt hinauf zu Heißluftballons am Himmel
Körperintelligenz

Ausführlich erklärt

Dein Körper liefert Informationen — er hat nicht automatisch recht. Wir lernen, diese Informationen gemeinsam mit Verstand und Herz einzuordnen.

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Atemzug. Wer ihn bemerkt, entscheidet; wer ihn übergeht, wird entschieden. Achtsamkeit ist dabei keine Haltung und kein Kurs, sondern eine Fertigkeit in drei Schritten: wahrnehmen, was da ist, einordnen, was es bedeutet, und erst dann handeln.

Dein Körper liefert Informationen — er hat damit nicht automatisch recht. Enge in der Brust kann Angst sein oder Anspannung, Müdigkeit kann Erschöpfung sein oder Widerwillen. Wir üben, diese Signale zu lesen und gemeinsam mit Verstand und Herz einzuordnen. Du lernst drei Techniken: eine vor dem Gespräch, eine mitten darin, eine danach.

Wenn der Abend im Streit endet, scheint Nähe manchmal unmöglich. Der eine sucht sie noch. Der andere kann sie jetzt nicht annehmen.

Doch dann kommt der Schlaf. Wo wir nichts planen, nichts erklären und nichts kontrollieren, darf der Körper wieder sprechen.

Eine Berührung. Ein Abstand, der plötzlich kleiner wird. Eine Hand, ein Fuß oder eine Schulter, die ganz selbstverständlich Nähe sucht und sich direkt an deinen Körper legt.

Vielleicht zeigt sich dort etwas, gegen das sich der Verstand im Wachsein noch sträubt: Die Verbindung ist noch da. Kannst du dich an solche Situationen erinnern?

Körperintelligenz bedeutet, diesen leisen Signalen wieder zuzuhören. Denn manchmal weiß der Körper längst, was der Kopf noch nicht zulassen kann.

Woran du es merkst
  • Du reagierst schneller, als du denken kannst.
  • Anspannung sitzt im Körper, bevor du sie im Kopf hast.
  • Nachts denkst du das Gespräch von heute morgen weiter. Deine Verletzung setzt keinen Punkt mehr.
  • Du möchtest ruhig bleiben und schaffst es nicht auf Kommando.
So läuft dieser Teil
  1. 1Wahrnehmen: Was sagt mein Körper gerade?
  2. 2Einordnen: Was davon ist Angst, was ist Gegenwart?
  3. 3Handeln, ohne sich selbst zu verlieren.
Sofort umsetzbar

Drei Dinge, die du heute tun kannst

Du brauchst dafür keinen Termin und niemandes Zustimmung. Wenn eine der drei Übungen etwas bewegt, weißt du, dass das Gespräch sich lohnt.

4–6-Atmung

90 Sekunden, jederzeit

Vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen, sechs Runden. Das längere Ausatmen senkt den Puls, das fördert das Einschlafen — das funktioniert auch, wenn du nicht daran glaubst.

Der Körper-Check

3 Mal am Tag

Frag dich morgens, mittags, abends: Was spüre ich gerade, und wo? Nur benennen, nicht bewerten. Nach zwei Wochen erkennst du deine Vorwarnzeichen.

Ein Atemzug vor der Antwort

im Gespräch

Atme einmal ganz aus, bevor du auf einen Satz reagierst, der dich trifft. Dieser Atemzug ist der Unterschied zwischen Antwort und Reflex.

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Atemzug. Wer ihn bemerkt, entscheidet — wer ihn übergeht, wird entschieden.“
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